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Der 1. Tag eines Ebay-Bootes / September 2004
Geschrieben am Mittwoch, 02.Januar. @ 20:23:18 CET von admin

lichtenberger6 Über kleine Probleme beim Bootskauf von Andreas Lichtenberger



Der 1. Tag eines ebay-BootesHallo Wikinger,

einem Freund gefiel unser Komet GTS auf Rab so gut, dass er beschloss sich ähnliches zuzulegen. Gesagt, getan – am 5.09.04 wurde ein Komet mit 35 PS Mercury – Handstarter ca. 20 Jahre alt ersteigert. Nach etlichen Stunden schrubben sah er auch wieder richtig gut aus.

Natürlich stand sofort eine Probefahrt an. Dafür kommt hier (Leipzig) nur die Elbe infrage. Vmax nach gutdünken – da sollte doch Freude aufkommen. Paddel waren nicht dran, so dass ich meine roten Schmuckstücke für den Fall der Fälle mitbrachte.
Als Einslipport wurde der Yachtclub  Dessau ausgewählt.

Am 12.09. 04 – 7.30 Uhr Aufbruch. Komet (noch ohne Namen) am Haken, Freund + Frau und Tochter und ich mit Tochter.

Slippreis 5€, so schwamm das Wiking so gegen 10.00 Uhr in der braunen Dreckbrühe. Proviant an Bord genommen und bevor die große Fahrt losging erst mal eine kurze Probefahrt unter Männern.

20 m von der Slipanlage weg, wurde der Hebel vom frisch gebackenem Bootsführer auf den Tisch gelegt. Der Komet ging in Gleitfahrt, zog ca. 200 m begleitet von einer ordentlichen Rauchwolke ab. Der Rauch wurde schnell so stark, dass es nicht am 1:50 Zweitakter liegen konnte. Und weit über der Geräuschkulisse auch eines Zweitakters, Hitze und Gestank wie im Stahlwerk, starb der Motor ab und wir trieben auf der Elbe.
Jetzt kamen zum ersten Mal die Paddel, bisher immer als Schmuckstück betrachtet, zum Einsatz. Und da wir zu Berg gefahren waren, legten wir 15 min später an der Slippanlage wieder an.

Kleine schwarze Gummiteilchen an der Wassereinlassöffnung ließen auf defekten Impeller schließen. Der Motor war so heiß geworden, das selbst die Abdeckkappen der Kerzenstecker verschmorten, aber er ließ sich noch durchziehen.

Nun war guter Rat teuer. Der Ersatzimpeller lag ca. 90 km entfernt in Leipzig in der Garage.

Frau musste also den Gasfuß durchtreten und wir bauten das Unterwasserteil ab.

Impeller ohne Propeller und eingelaufenes Pumpengehäuse zeigten sich.

Gegen 14.00 Uhr schwamm der Komet wieder im Wasser und nach mehreren Dutzend Anziehversuchen - einschließlich Sprit in Zylinder gießen- kam 1 Zylinder. Nach Kerzenwechsel auch noch der Zweite und nach einer neuerlichen Männerprobefahrt, fand der Familienausflug etwas verkürzt doch noch statt.

Jetzt steht das gute Stück in einer Mercury-Werkstatt, wird den ebaypreis noch mal um 200 – 300 € korrigieren, aber wie sagt man so schön....... Ende gut, alles gut - und wieder einen Wikinger gewonnen.

 

Gruß Andreas Lichtenberger

 


 
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