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Hausboottour auf den Mecklenburger Großseen / April 2007
Geschrieben am Samstag, 02.Februar. @ 14:19:20 MET von admin

Charterboot Sea Bridge

"Die Folgen einer Bootsmesse"

Eine Tour mit einem Hausboot auf der Mecklenburger Seenplatte 
Bericht von Frank Wittig



 

Als wir im Januar 2007 zur Boot nach Düsseldorf gingen, hatten wir uns nicht gedacht, dass wir einmal mit einem Hausboot einen Törn unternehmen werden. Aber so kam es, als wir uns auf dem Stand von MYM die neue Hanseatic 320AK ansahen. Meine Frau meinte, dass sie sich damit gerne mal Mecklenburg-Vorpommern ansehen würde. Und die Kinder waren sowieso dafür. So reservierten wir die Yacht gleich auf der Messe noch bevor es sich meine Frau anders überlegen konnte.
Charterpoint Rechlin Am Ostersamstag war es dann soweit und wir sahen die Yacht und die Leute von MYM in Rechlin an der Marina Claassee wieder. Wir waren richtig aufgeregt, da es für uns das erste Mal auf einem Boot in dieser Größe war. „Das passt gut“, meinte der freundliche Herr von MYM, denn für die Yacht ist es auch das erste Mal. Sie wurde zuvor nur von ihrem Eigner gefahren.
Nach einer kurzen Probefahrt und einer gründlichen Einweisung übernahmen wir die junge Sea Bridge mit 26,6 Betriebsstunden auf dem Zähler. Unsere Sachen lagen noch kreuz und quer herum, aber wir wollten trotzdem die Müritz schon mal aus der Perspektive eines Skippers sehen und fuhren raus. Den 3,6m breiten Bug vor sich und dabei fast 2m über dem Wasserspiegel stehend steuerte ich das Boot. Wir fühlten uns wie Kapitän Smith als er zum ersten Mal mit seiner Titanic fuhr.

Da wir uns unsicher waren, ob wir noch bei Tageslicht den nächsten Hafen erreichen können und wir Kapitän Smith nicht alles nachmachen wollten, kehrten wir um und legten wieder in der Marina an. Hier verstauten wir erst mal unsere Sachen und genossen dann den ersten Fernsehabend auf dem Wasser.

Am nächsten Morgen durften die Kinder Ostereier suchen. Auf dem Boot war genug Platz dazu. Und nach einem gemütlichen Frühstück mit frischen Brötchen aus dem Hafenbistro ging unsere erste Fahrt längs über die Müritz los.
Ostereier anrmalenIm Norden erreichten wir die Binnenmüritz und mussten den Reeckkanal suchen. Als ich westlich zwei Fahrgastschiffe wie Amphibienfahrzeuge scheinbar von Land kommen sah, war mir klar, dass er dort sein muss. Bei der Einfahrt in den Kanal hoffte ich, dass nicht noch mehr Binnenschiffe diesen kleinen Kanal befahren würden. Denn dann wäre es sehr eng geworden. Nach dem Reeckkanal überquerten wir noch den Kölpinsee und erreichten die Einfahrt zum Jabelschen See. Dies ist eine idyllische Einfahrt wie durch einen Dschungel und von hier ist es nicht weit zur Marina Maribell wo uns bei der Ankunft der Hafenmeister bereits auf dem Steg erwartete. Da es recht windig geworden war konnten wir seine Hilfe beim Anlegen gut gebrauchen. Nach dieser aufregenden Fahrt tat am Ostermontag erst mal ein Landgang gut. Natürlich erst nach einem köstlichen Frühstück mit frischen Brötchen vom Landmarkt Jabel und nachdem die Kinder die Ostereier angemalt hatten.

Wandern am Jabelschen SeeDoch dann wanderten wir die 5km um den See vorbei an der ältesten Eibe Mecklenburgs zum Wisentgehege Damerower Werder. So konnten wir Jabel und die Ufer des Jabelschen Sees auch mal von Land sehen. In der nagelneuen Eingangshalle zum Wisentgehege wurden wir mit Kaffee und Kuchen empfangen. Dies gab es momentan noch gegen eine Spende, da der zukünftige Wirt noch auf die Schankgenehmigung wartete. Wir lernten noch viel über Wisente in der Ausstellung, z.B. dass sie nicht die Vorfahren unserer Milchkühe sondern nur mit ihnen verwand sind. Danach gingen wir zu den Gehegen. Leider konnten wir nicht bis zur Fütterung um 15:00h warten und sahen die Wisente nur faul rum liegen. Da wir keine Gastronomie in Damerow finden konnten und hungrig vom Laufen waren, gingen wir zur Fischräucherei von Damerow. Hier gab es geräucherten Fisch direkt aus dem Ofen. Der war so köstlich, dass wir gleich zwei aßen und zum Nachtisch einen Fischer-Geist genossen. Denn an diesem Tag wurde nicht gefahren. Auf dem Weg zurück nach Jabel regnete es ein bisschen und wir waren froh, dass wir entsprechende Kleidung dabei hatten. Zurück am Steg erfuhren wir von dem Angebot des Hafenmeisters über einen Transferdienst vom Hafen nach Damerow.

Kinder auf dem OberdeckNach diesem schönen Osterwochenende ging die Reise am Dienstag mit etwas Gegenwind weiter nach Plau. Wir fuhren wieder durch die kleine Einfahrt des Sees zum Fleesenkanal weiter über den Fleesensee zum Malchower See. Kurz vor 12:00h erreichten wir Malchow und brauchten nur kurz auf die Öffnung der Drehbrücke um 12:00h warten. Da wir aus dem Reiseführer über die Prozedur des Spendens für die Brücke informiert waren, saßen unsere Kinder bei der Durchfahrt mit 1€ in der Hand auf dem Oberdeck und spendeten. Der Brückenwärter bedankte sich und wir fuhren vorsichtig weiter. Ganz langsam ohne Wellenschlag über den Recken damit die Schilfgründe des Ufers nicht beschädigt wurden. Das dabei unser Boot die erlaubten 9km/h nicht erreichte war uns bei dieser schönen Umgebung egal. Bei Lenz erreichten wir den Plauer See und die Sea Bridge musste mächtig gegen die Wellen des Sees kämpfen. Ich legte den Hebel auf Vollgas und stellte fest, dass sie dadurch ruhiger lief, weil die Wellen an ihrem Bug einfach zerplatzten. Die Gischt spritzte bis ans Oberdeck, aber wir blieben geschützt durch das Cabrioverdeck trocken und es machte richtig Spaß. Die Einfahrt nach Plau war nicht gleich zu finden, da wir die Tonne 10 nicht sehen konnten. Irgendwann sahen wir dafür südlich ein Fahrgastschiff und folgten ihm. Wie zu erwarten fuhr es nach Plau und wir legten am Wasserwanderrastplatz an. Hier war von dem Wind kaum was zu spüren. 
Hubbrücke in PlauWir wurden wieder von einem sehr freundlichen Hafenmeister empfangen, der uns alle wichtigen Punkte zu Plau erklärte, uns sogar eine Stadt-Skizze gab und uns fotografierte. Wir interessierten uns natürlich besonders für die Hubbrücke und die Hühnerleiter. Die Mühen zum Erhalt dieses technischen Denkmals haben sich wirklich gelohnt. Am Abend musste ich noch das Boot wenden, weil sich die Satellitenantenne nicht in alle Richtungen drehen ließ und die Familie unbedingt die angekündigte Liebeskomödie sehen wollte.

Am Mittwoch waren vier von sieben Nächten vorbei und wir mussten an den Rückweg denken. Das Wetter wurde immer sonniger und wir beschlossen mit geöffnetem Cabrioverdeck nach Waren zu fahren.

Yachthafen WarenDer Plauer See war inzwischen wesentlich ruhiger und durch die freie Sicht ohne Verdeck konnten wir mühelos der Betonnung bis zur Einfahrt zum Petersdorfer See folgen. Im Stadthafen von Waren fanden  wir viele Fahrgastschiffe wieder, die uns zuvor so oft begleiteten. Und deren Namen wie Loreley und Weissenfels vermuten ließen, dass sie früher ihren Dienst in unserer Wahlheimat dem Rheintal leisteten. Wir legten in direkter Nähe zur Uferpromenade an und genossen das reichhaltige Angebot der historischen Altstadt in seiner renovierten Schönheit und mit Blick auf unsere moderne Yacht.Schloss Klink
 



Am Donnerstag versorgten wir uns in der Tourist-Info von Waren mit Souvenirs und fuhren weiter vorbei am wunderschönen Schloss Klink nach Röbel. Wir machten zunächst im Stadthafen von Röbel fest um uns zu erkundigen. Einen Hafenmeister fanden wir nicht, aber das Haus des Gastes. Hier erklärte man uns, dass wir im Stadthafen ohne Service liegen bleiben dürfen und öffnete uns das Heimatmuseum. Auf liebevolle Art sind hier Reliquien aus der Seefahrer- und Fischerzeit gesammelt. Das Wetter war inzwischen richtig sonnig und wir konnten unser erstes Eis an der wunderschönen Promenade am Stadthafen mit Blick auf den Springbrunnen genießen. Danach setzten wir zum Übernachten um zum Wasser-Service-Center Röbel. Hier gibt es alles, was das Sportbootfahrer-Herz begehrt, nur keinen Schutz vor dem Schwell der gelegentlich vorbeifahrenden Berufsschifffahrt. Also musste gut abgefendert werden. Die Kinder fanden sofort Anschluss auf dem Spielplatz und wir versorgten zum ersten Mal unser Boot mit Frischwasser.

Am nächsten Morgen legten wir wehmütig zu unserer letzten Etappe in Richtung Heimathafen ab. Da es bis dort nicht sehr weit ist, tankten wir hier noch mit Diesel auf. Etwa 75l hatten wir in 18 Betriebstunden verbraucht. Der klassische Dieselmotor aus Deutz hatte sich als richtiges Sparschwein erwiesen. 

FlauteAuf der Müritz angekommen zeigte sich eine echte Alternative zum Maschinenantrieb. Mit Fahrt zum Claassee war von der leichten Brise aus Nord nichts mehr zu spüren und es wurde eher unangenehm windstill auf dem Oberdeck. So stellte ich den Motor einfach ab und überließ die Sea Bridge dem Wind. Der stellte sie quer zur Windrichtung und schob uns ganz langsam nach Hause. Da wir noch reichlich Zeit hatten und auch sonst nichts gegen eine Treibfahrt sprach genossen wir einfach die leichte Brise auf dem Deck und bereiteten uns ein Mittagessen zu. Endlich konnten wir auch den Klapptisch benutzen, der sonst immer nur von links nach rechts aus dem Weg geräumt wurde. Bei mir kam ein bisschen die Lust zu einem Bad in der Müritz auf, aber damit war es schnell vorbei als ich bis zu den Knien im Wasser war. Man muss schon etwas härter sein um bei diesen Temperaturen zu baden. Als die Marina Claassee in Sicht kam entschlossen wir uns noch zu einer Rundfahrt über die Kleine Müritz, denn zum Beenden unseres Ausflugs konnten wir uns noch nicht überwinden. Aber danach war es soweit und wir mussten die Sea Bridge zum vorläufig letzten Mal fest machen.
EvaWir sortierten schon mal alles, was nicht mehr gebraucht wurde wieder in die Koffer zurück  und stellten uns auf das letzte Abendbrot an Bord ein.

Die Rückgabe am nächsten Morgen ging sehr schnell, denn wir hatten nichts beschädigt und in Röbel vollgetankt. So musste nichts nach berechnet werden und wir gingen zum vorbestellten Frühstück ins Hafenbistro. Irgendwie fehlte uns hier das Schaukeln der Yacht. Jedenfalls schaukelte dieser feste Boden mehr unter den Füßen als der schwimmende. Meine Frau Susanna musste sogar zum letzten Mal eine Tablette gegen die Übelkeit nehmen. Aber danach konnten wir unser Frühstück an Land genießen, denn dies mussten wir nicht wegräumen und abwaschen. An Bord der Sea Bridge hätten wir das natürlich gern getan.

 
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