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Stauraumklappe
Geschrieben am Samstag, 20.Dezember. @ 14:29:14 MET von admin

Einbau einer Strauraumklappe im Bug eines “Merkur”



Einbau einer zusätzlichen Stauraumklappe z.B. im Bug eines Wiking Merkur

Material:

2-Komponenten-Epoxidharz (ca 150g),

Glasfasermatte (ca 15x30cm)

Sperrholz (ca 40x30cm, 9-12mm)

8 Stk Linsenkopfschrauben ca 4x25mm (o.ä),

Plastikfolie und Abklebeband, Pinsel (2-3cm breit), Nitroverdünner (zum Reinigen), (Silikon)-Handschuhe

Die vorhandene Stauraumklappe ist beim Merkur unter dem Bugdeck recht unglücklich zu erreichen, wenn dort wie bei uns, zum Beispiel die Schwimmwesten liegen. Aber es ist kein Problem, eine zuätzliche Klappe einzubauen, wie sie als begehbare Staufachklappe im Nautic-Zubehör zu erhalten ist. Von der Größe passt ein Typ "TopLine" 37x27cm (Aussenmaß, ohne Innenteil) aus Kunststoff, weiß.Es sei allerdings nebenbei bemerkt: Sportliche Verrenkungen lassen sich nicht vermeiden, besonders, wenn man das Armaturenbrett nicht demontiert. Auf gute Belüftung und das Tragen einer Schutzbrille und Handschuhe beim Hantieren mit dem Harz und Reiniger sollte natürlich auch geachtet werden.

1) Zunächst wird die vorhandene Stauraumklappe unter Deck ausgebaut - diese stört bei den späteren Arbeiten. Dazu werden die gesicherten Muttern an der Klappe gelöst, das Schanier lassen wir am GFK-Rumpf.

2) Nun wird ein Holzrahmen aus Sperrholz angefertigt (auf Foto 01, links unten zu sehen). Man sollte qualitativ hochwertiges Sperrholz nehemen, wasserfest verleimtes ist nach meinen Erfahrungen aber nicht notwendig. Dieser Rahmen umfasst das Ausschnittsmaß mit einer Breite von ca 25 bis 35mm und wird später hinter das GFK geklebt. Er soll die Befestigungen für die Stauraumklappe aufnehmen und gleichzeitig den Bugteil des GFK-Rumpfes wieder versteifen. Die Stärke des Sperrholzrahmens sollte 9-12mm betragen, dies liegt auch in einer Größenordnung, wie weit der Einbaurahmen der neuen Klappe in den Stauraum hineinraugt. Der Rahmen erhält grosszügige Abrundungen, allerdings nur die Kanten der in den Bug ragenden Seite und nur der äußere Rand; der innere und die später am GFK anliegenden Kanten werden nur "gebrochen".

3) Dann (s.Foto 01) können nach dem Anzeichnen des Ausschnittmasses die ersten Bohrlöcher gefräst werden. Um die Rundungen gleichmäßig zu erhalten, kann mit einem HSS-Fräser vorgearbeitet werden. Achtung: GFK sehr hart und normale Holzfräser sind schnell stumpf. Der Fräser muss vorsichtig angesetzt werden, damit das Gelcoat nicht ausplatzt.

4) Anschließend wird der Rand mit Gewebeband abgeklebt. Er verhindert Kratzer der Stichsäge auf dem GFK und später die Epoxidharz-Reste. Mit einer Sticksäge kann nun der Ausschnitt erstellt werden (Foto 02). Vor dem Einsetzen des Sperrholzrahmens wird der GFK-Rumpf vom Boot großflächig mit Folie abgeklebt, auch im Bugraum.

5) Der Bereich um den Ausschnitt in dem Stauraum, wo der Rahmen aufgesetzt wird, wird in der Breite des Rahmens mit groben Schmirgel angerauht. Eventuell wird die Fläche dabei auch ein wenig geglättet, damit der Rahmen flächig aufsitzen kann.

6) Jetzt kann mit Epoxidharz der Rahmen eingesetzt werden. Dafür wird erst eine Lage Glasfasermatte (4 Streifen, gleiche Breite und Länge wie Sperrholzrahmen) mit viel Epoxidharz aufgelegt. Dann wird der Rahmen auf der zum GFK zugewandten Seite ebenfalls mit Harz eingestrichen und aufgesetzt. Das Harz sollte leicht herausquillen, wenn man mit Klammern und/oder Schraubzwingen die Rahmen fixiert. Überschüssiges Harz sollte nun noch glattgestrichen werden.  (Foto 03)

7) Nach dem Trocken werden überstehende Harzreste glattgeschliffen. Danach wird der restliche Rahmen mit Harz eingestrichen, anschließend eventuelle scharfe Kanten auf der Rückseite des GFK abgeschliffen.

8) Nun werden die Befestigungslöcher gebohrt, als Schablone dient die Stauraumklappe. Man sollte für die Schrauben Linsen-Senkkopf aus V2A(V4A) nehmen, Länge und Durchmesser passend zur Gesamtaufbaustärke und der verwendeten Klappe. Mit einem HSS-Bohrer werden zunächst Löcher der Stärke 2-2,5mm vorgebohrt in GFK und Holz, aber nicht durchbohren! Dann wird gemäß Durchmesser der verwendeten  Befestigungsschrauben (nur) das Gelcoat  des GFK-Bootsrumpfes aufgebohrt: Dies ist notwendig, weil sonst das spröde Material beim Verschrauben abplatzt. Zwecks leichter Bedienung sollte das Scharnier der Klappe unten sitzen.(Foto 04)

9) Zum Schluss wird der Rahmen der Stauraumklappe befestigt, die Bohrlöcher sollte man vorher mit etwas Silikon füllen, damit keine Feuchtigkeit in den Holzrahmen eindringen kann.(Foto05)Die "alte" Bugklappe kann nach den Reinigungsarbeiten wieder eingebaut werden.

10) So sieht die eingebaute Bugklappe aus (Foto 06) Viel Spass beim Nachbau. 

(Copyright Helge Kröger, März2004)


 
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