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Jahresabschlusstreffen 2005
Geschrieben am Mittwoch, 23.November. @ 14:45:11 CET von Admin

Abschlusstreffen Philippsburg am 12.11.2005 
„Seid ihr nicht die Schlauchbootfahrer, die bei allem Wetter fahren?“ so wurde ich in Philippsburg von einem Mitglied des SKC Philippsburg begrüßt ...


Ich musste grinsen - denn, ganz so unrecht hatte er ja wirklich nicht, vor allem, wenn ich an dieses Jahr zurückdenke.

Doch auch wenn sich bei unseren Schlauchbootausflügen das Wetter selten von seiner guten Seite gezeigt hat - man kann dem auch einen positiven Aspekt abringen. Denn erstens, es hat nicht immer nur geregnet, zweitens war nicht bei jedem Treffen mit Frostgefahr zu rechnen und drittens können wir uns die teure Sonnencreme für die nächste Saison aufheben. Wer weiß, wie sehr wir in Zukunft sparen müssen, um unser Hobby weiterhin genießen zu dürfen?
An unserem letzten offiziellen Treffen in diesem Jahr wurden wir jedoch entschädigt, gab es doch  besonders viele Gründe zum Strahlen: Herrliches Sonnenwetter begleitete uns zum Rhein und fröhliche Gesichter stahlten beim Wiedersehen am Bootshaus des SKC. Bis spät in die Nacht glänzte eine tolle Stimmung im Saal und der Beamer der professionellen Computer- und Audiotechnik erhellte den Raum auf einer riesigen 2m-Leinwand: Bildershows und Filme in profihafter Qualität konnten fast durchgehend den ganzen Abend bestaunt werden.

Aber woher kam diese besondere Ausstrahlung? Weil wir vielleicht eine erleuchtende Eingebung während einer unseren Treffen erfahren durften? Sicherlich nicht, denn dass unser gemeinsames Hobby immer wieder einen besonderen Spaß ausstrahlt, wissen wir schon lange. Ob es an diesem Tag in Philippsburg vielleicht mit der Nähe eines Kernkraftwerk zu tun hatte? Diesem Phänomen wollten wir die Spur gehen. Dazu hatten wir einen wichtigen Termin um 13.30Uhr vereinbart: in einem echten Atomkraftwerk. Sehr herzlich empfangen wurde die zahlreiche Gruppe des WSC e.V. - dies war anscheinend auch besonders wichtig, denn beim Hineinspazieren in das Umfeld aus Überwachungskameras, Stacheldrahtzaun und riesigen Betonklötzen der Panzersperren konnte man ängstlich staunende bis leicht unheimliche Gesichtszüge sowohl bei den kleinen und als auch den großen Besuchern erkennen. Bis zu diesem Zeitpunkt waren wir uns der großen Bedeutung unserer Clubmitglieder gar nicht bewusst: Aha, nicht nur für wichtige Staatsmänner treibt man solchen Aufwand, auch Leute wie Du und ich sind in unserem Staat noch wichtig! Eine freundliche Dame, die uns den Nachmittag begleiten sollte, beruhigte uns schnell.
Nach dem vorsichtigen „Beschnuppern“ und einer kleinen Gewöhnungsphase im Innern einer hohen, hellerstrahlten Halle, dem sogenannten Info-Center, ging es dann in einen großen Raum mit toller Ausstattung. Unsere Kleinen begriffen schnell, was da auf sie zukam: Nein, doch nicht schon wieder Schule!?!
Doch auch für die Erwachsenen hieß es nun ersteinmal die Schulbank drücken. Schnell zeigte sich der Unterschied zwischen grauen und frischen Gehirnzellen, denn bevor wir Großen eine einfache aber doch besondere Bewegungsform des Armes wiedererlernt hatten, wurden schon die vielen Fragen unseres Nachwuchs in aller Ruhe und Ausführlichkeit erklärt. Es war sehr ernüchternd, dass aus unserer Reihe die vielen anwesenden Fachleute aus den Bereichen Starkstrom und Röntgentechnik schließlich eingestehen mussten, dass die Sicherheit an diesem Ort größer war als in die in der eigenen Berufswelt! Nach dem  Lernen einiger Grundbegriffe - zu mehr reichte die Zeit trotz kühler Getränke wirklich nicht -  ging es auch endlich zur Praxis.
Wir hatten uns wahrscheinlich ein großes Vertrauen aufgebaut, denn nun durften raus ins Freie und dabei eine erste, wichtige Absperrung passieren. Ganz stolz spazierten wir dicht vorbei an 400tausend-Volt. Ja, wir hatten gelernt: Hochspannung nennt das der Fachmann, nicht wegen unseren angespannten Nerven, sondern die Zigtausend Volt werden aus den Generatoren hochgespannt, damit die Energie leichter zu unseren Wohnungen gelangen kann. Und damit die Verantwortlichen eines solchen technischen Wunderwerkes (seien wir ehrlich: Wer von uns hatte schon richtig begriffen, wieso so wenige solcher kleinsten Natur-Bausteine beim Spalten mehr Energie abgeben können als eine so riesige Windmühle?) einen kühlen Kopf behalten, muss in einem Atomkraftwerk das heiße Wasser abgekühlt werden. Mit riesigen Kühltürmen und riesigen Wassermengen macht man dass - manchmal nimmt man auch frisches Rheinwasser dazu, deshalb steht so ein Kraftwerk gerne an Flüssen. Doch solche Wasserentnahme haben unsere Landesväter derart teuer gemacht, das es sich frisches Flusswasser nur noch selten rechnet Nun, bei unserer Verbundenheit zum Wasser wollten wir dieses Schauspiel in den Kühltürmen auch anschauen.
Dazu musste jedoch ein Gipfel erklommen werden, 15m in freier Luft empor. Einigen von uns verließ da doch der Mut aufgrund der schwindelnden Höhe - welcher Seeman benötigt denn auch solche Bergakrobatik? Oben angekommen wurde uns eine schwere Tür geöffnet. Nein, da kam kein Wasser heraus, im Gegenteil, wir wurden förmlich hineingesaugt. Brillen, Jacken und Fotoapparate mussten hektisch gesichert werden. Dann war man drinnen -  und staunte: Es war dunkel und rauschte wie an einem riesigen Wasserfall. Nachdem die Augen sich etwas gewöhnt hatten, fand man sich in einer einzigen grauen Wolke wieder - falsch, der Vergleich ist stark untertrieben: Luftfeuchtigkeit und Wärme in Überfluss - ein Nebel so dicht, dass man den Vordermann nur schwer erahnen konnte. Die fußballgroße Lichtquelle über uns in diesem Schornstein - man konnte den Himmel nur vermuten. Das Atmen in dieser Luft war ein angenehmes Erlebnis, und ganz besonders das seltsame Gefühl am Körper und in den Hosenbeinen, denn nirgends machte die triefende Feuchtigkeit halt. Diese Erkenntnis war wohl auch der Grund, diese Waschküche bald wieder zu verlassen - die Richtung „Zurück“ ergab sich aus der vernünftigen Erkenntnis, dass man dem Laufgitter über den dampfenden, sprudelnden  Wasserläufen in umgekehrter Richtung folgen sollte.
Doch bevor wir aber dieser Tropenluft entfliehen konnten, galt es mit kräftigen Ruder- und Trittbewegungen gegen den hineinströmenden Orkan die Türschwelle zu erreichen -  plötzlich standen wir wieder draußen in der Kälte, ungläubig und lachend uns anblickend, als wären wir auf einem fremden Planeten gewesen. Nach diesem Abenteuer ging es nochmals dichter an den eigentlichen „Stromproduzenten“ und trafen auf  eine weitere Absperrung. Obwohl wir nun schon viel mutiger und gelassen waren, durften wir nicht in den Reaktorkomplex. Unsere nette Führungskraft hatte unseren aufkommenden Expeditionsgeist wohl erahnt, denn wieder zurück im Klassenraum gab es erst einmal stärkende Brote und dann eine Live-Schaltung in den Reaktorraum. Ferngesteuert wurden uns Bauteile gezeigt und erläutert, wobei unsere Jüngsten wieder einmal bewiesen, das es keine dummen Fragen gibt. Kompetent wurde uns erklärt, warum es einen Rettungsring gibt und warum es nicht schlimm ist, ins Reaktorwasser zu fallen. Wir begriffen unter vielen anderen Themen auch, welche verschiedenen Reaktortypen welche Gefahren beinhalten, dass schnelle Brüter kein Problem mit der aktuellen Vogelgrippe haben und welchen Anteil Kernreaktoren weltweit an der Stromversorgung haben.
Mittlerweile war es schon später am Nachmittag, als wir ursprünglich geplant hatten. Dennoch brauchte es noch eine Stunde, um wenigstens einige Eindrücke an Experimentier- und Schaukästen zu vertiefen, bevor wir in der Abenddämmerung zum Bootshaus zurückkamen. Dort trafen mittlerweile weitere Gäste ein.

Gegen 18Uhr hielten wir erst einmal unsere pflichtgemäße Mitgliederversammlung ab, die wieder locker und zügig abgehandelt wurde.
Bevor es zum geselligen Abend mit Menükarte überging, wurde zunächst die Bettlektüre verteilt, denn es gab wieder eine neue Clubzeitung: Wiking Ahoi 32.
Ausgiebiges Essen, Film, Fotos und Fröhlichkeit ließen den Abend schnell vergehen, und so trennte man sich erst gegen 1Uhr in der Nacht.
Einige von uns hatten ihr privates Schlafzimmer dabei, die anderen hatten zunächst mehr oder weniger lange Heimfahrten, bevor sie vom Erlebten ebenfalls träumen durften.

Der nächste Morgen startete mit spätem Frühstück und anschließendem Genießen der Luft und Sonne eines herrlichen Herbstes am Rhein. Am Nachmittag trennte sich schließlich die übrig gebliebene Gruppe. Schade,  nun war die Bootssaison wieder vorüber. Oder doch nicht? Hatten  wir nicht auch bei diesem Treffen etwas über „Halbwertszeit“ dazugelernt? Richtig, wie lange der Spaß am Schlauchbootfahren ausstrahlt, dass hängt von der Substanz ab.

Und aus der bisher gespürten Aktivität unserer Mitglieder schließe ich, dass wir immer wieder neue Brennstäbe ausbrüten werden und deshalb sicherlich noch viele Jahre unser gemeinsames Hobby mit strahlender Freude genießen können!

© Helge Kröger

 


 
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